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Service-Tipps

Ratgeber: Autofahren im Sommer

Autofahren im Sommer stellt Lenker und Insassen vor besondere Herausforderungen. Richtig sitzen hilft, genauso wie große Umsicht walten zu lassen.

Der Sommer 2020 hält sich bislang mit Hitzerekorden zurück, aber auch Autofahren bei Außentemperaturen von „nur“ 35 Grad kann anstrengend sein. Mit ein paar Tipps kommt man aber mit den sommerlichen Bedingungen gut zurecht.

Bevor es los geht

Wer bei Hitze in ein Auto steigt, das in einer Garage oder zumindest im Schatten stand, kann sich glücklich schätzen. Wem dieses Glück verwehrt ist, muss zunächst schauen, dass die angestaute heiße Luft aus dem Wageninneren entweichen kann. Dazu öffnet man Fenster und Türen und wartet ein wenig ab. Ist der Hitzestau im Fahrzeug entwichen, gilt es, alle Schotten wieder dicht zu machen. Um der Klimaanlage die Arbeit zu erleichtern, stellt man das Gebläse auf Umluft. In der Regel gibt es dafür einen speziellen Knopf, der ein stilisiertes Auto mit einem rundlaufenden Pfeil im inneren zeigt. So gelangt keine neue Hitze mehr ins Fahrzeug. Nach einer Weile ist es aber ratsam, wieder auf Frischluftzufuhr zu schalten, damit der Sauerstoffgehalt nicht zu stark sinkt. Bei der Einstellung der Klimaanlage sollte man darauf achten, dass die Temperaturunterschiede zwischen innen und außen nicht zu hoch sind. Experten raten zu einer Maximaldifferenz von rund sechs Grad zwischen außen und innen. Die Lüftungsdüsen richtet man besten nicht auf den Körper; so vermeidet man zum Beispiel Zugluft.

Richtige Kleidung

Autofahrer dürfen sich luftig anziehen, eine Bekleidungsvorschrift für private Pkw-Fahrer gibt es nicht. Verzichtet man jedoch komplett auf Stoff, wird es problematisch. Denn das kann unter Umständen als Erregung öffentlichen Ärgernisses gelten. Sich barfuß oder mit Flip-Flops ans Steuer zu setzen, ist grundsätzlich erlaubt. Ein Bußgeld droht dabei nicht. Kommt es allerdings zu einem Unfall, können Gerichte das als Verstoß gegen die Sorgfaltspflicht werten und dem Fahrer eine Teilschuld zusprechen. Im schlimmsten Fall kann auch die Versicherung die Leistung ganz oder teilweise verweigern. Vorsicht ist auch bei zu dunklen Gläsern von Sonnenbrillen geboten. Diese können die Farben von Ampeln und Verkehrsschilder verfälschen, deswegen sollte die Tönung höchstens 75 Prozent betragen. 

Richtige Sitzposition

Im Sommer kann man immer wieder Beifahrer beobachten, die ihre Beine auf dem Armaturenbrett ablegen. Auch wenn es vermeintlich „cool“ aussieht: Diese Sitzposition ist gefährlich. Wie der ADAC in einem Crashtest-Versuch nachgewiesen hat, setzt man sich so bereits bei moderatem Tempo einem schweren bis tödlichen Verletzungsrisiko aus. In dem Crashversuch wurde ein Dummy auf dem Beifahrersitz mit nach hinten geneigter Lehne mit den Beinen auf dem Armaturenbrett positioniert. Bei einem simulierten Unfall mit 64 km/h-Aufprallgeschwindigkeit zeigte sich, dass dem Beifahrer in dieser Sitzhaltung schwere bis tödliche Verletzungen an Kopf, Wirbelsäule und Beinen drohen. Also lieber die Füße stets am Boden lassen.

Mit Fahrfehlern rechnen

Mit steigenden Temperaturen steigt auch die Zahl der Verkehrsunfälle. Grund dafür ist eine nachlassende Leistungsfähigkeit bei Hitze, so der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR). Zudem macht Hitze viele Menschen ungeduldig oder sogar aggressiv. Der DVR empfiehlt daher eine defensive Fahrweise. Wer selbst merkt, dass er ungeduldig oder genervt reagiert, sollte sich laut vorsagen: „Ich bleibe ruhig.“ Gerade bei Hitze ist es wichtig, regelmäßig Fahrpausen einzulegen und viel zu trinken. Man sollte immer ausreichend Wasser dabeihaben.

Am Zielort

Idealerweise parkt man das Fahrzeug im Schatten. Gibt es kein schattiges Plätzchen hilft es, die Windschutzscheibe und die Seitenfenster mit einer Folie oder -rollos zu schützen. Ledersitze, Lenkrad und Armaturenbrett deckt man am besten mit einem hellen Handtuch ab; so heizen sie nicht so schnell auf. Auf keinen Fall sollte man Kinder oder Tiere im parkenden Auto zurücklassen – auch nicht für kurze Zeit, um schnell einkaufen zu gehen. Es besteht Lebensgefahr. Die Temperaturen im Innenraum steigen sehr schnell an, wie gerade der ADAC in einem Versuch mit zwei Fahrzeugen gemessen hat. Bei 28 Grad Außentemperatur kletterte die Innentemperatur eines komplett geschlossenen Pkw bereits nach 10 Minuten auf 38 Grad, nach weiteren 10 Minuten auf 45 Grad. Wer glaubt, einen Spalt geöffnete Seitenfenster würden die Aufwärmung verhindern, irrt. Bei einem Auto mit zwei leicht geöffneten Fenstern waren es 36 beziehungsweise 42 Grad. Nach einer Stunde bewegte sich die Temperaturanzeige in beiden Pkw über 50 Grad. (SP-X)